Termin für Graz-Vortrag fixiert

Nun ist auch der Termin für meine beiden Vorträge in Graz und Umgebung fixiert. 

Am 25. Februar um 19:00 Uhr werde ich in der Aula der Caritas Schule in der Grabenstraße 41 meinen ersten öffentlichen Vortrag in Graz halten. 

Am 10. März um 19:00 Uhr bin ich dann im Hügellandhof, Schemerlhöhe 58, 8302 Premstätten zu höhren.

Karten sind im Vorverkauf ab Anfang Februar bei Andas Biken (Dietrichsteinplatz 10, Graz) erhältlich oder unter severin.zotter@gmail.com zu reservieren. 

Kommenden Donnerstag bin ich um 19:00 Uhr bei den querkraft architekten in Wien.

 

Vortragstermine "Wenn der Weg zum Ziel wird"

Pünktlich zum Jahreswechsel gibt es die ersten öffentlichen Vortragstermine über meinen Sieg beim RAAM. 

Untermalt von Fotos und Videosequenzen erzähle ich über die Hintergründe meiner Rennteilnahme. Was hat mich dazu bewogen, beim härtesten Radrennen der Welt an den Start zu gehen, welchen Herausforderungen musste ich mich (auch schon in der Vorbereitung) stellen, und was waren schlussendlich die erfolgsrelevanten Faktoren die mir zum Sieg verholfen haben? 

Diesen und vielen anderen Themen werde ich in meinem Vortrag „Wenn der Weg zum Ziel wird" nachgehen. 

Ich freue mich darauf, euch bei einem der folgenden Termine zu treffen!

  • 14. Jänner 2016, 18:00 Uhr, Montanuniversität Leoben, Peter Tunnel-Hörsaal, Peter Tunnel-Straße 5, Leoben
  • 21. Jänner 2016, 19:00, Querkraft Architekten, Börsenplatz 2, Wien
  • 19. Februar 2016, 19:00, KULTUR:TREFF, Ing. Ludwig Pechstrasse 7, St. Johann im Pongau

Ende Februar / Anfang März gibt es einen Vortrag in Graz. genauere Informationen folgen, sobald der Termin fixiert ist.

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Nominierung Sportler mit Herz

Ich wurde von der Sporthilfe in der Kategorie "Sportler mit Herz" nominiert. Der/Die SiegerIn der Wahl wird im Rahmen der "Nacht des Sports" am 29. Oktober prämiert und erhält zusätzlich €5.000 für das jeweilige Projekt. 
Bitte unterstützt meine Nominierung, hier geht es zur zur Abstimmung:

http://www.sporthilfe.at/events/lotterien-gala-nacht-des-sports/sportler-mit-herz.html


Endura und Trek Bicycle verdoppeln ab sofort alle Spenden

Wie cool ist das denn?? Ich habe soeben die folgende Nachricht von meinen Ausstattern Trek Bicycle und Endura erhalten. Bitte werft euch nochmals ins Zeug, dass wir die 25.000€ erreichen!

 

"Sevi's Ausstatter Trek und Endura haben sich nach seinem Sieg beim Race Across America entschieden den Spendenaufruf zu gunsten der Caritas und Kindern in Syrien zu unterstützen.

Derzeit steht das Spendenbarometer bei € 15.000,-. Jede weitere Spende an die Caritas werden wir gemeinsam verdoppeln bis das Ziel von € 25.000,- erreicht ist."

"After Sevi's win at the Race Across America, his supporters TREK and ENDURA have decided to support his cause for children in Syria. Currently the donations stand at € 15.000,-. Every further donation will be matched until his goal of € 25.000,- is reached."

https://www.caritas-steiermark.at/spenden-helfen/spendenaufrufe-sammlungen/severin-zotter-radelt-fuer-syrien/

Danke!

Ich kann es nach wie vor kaum glauben: Ich habe das Race Across America 2015 gewonnen. Und wie! Seit 2003 verfolge ich jährlich dieses Rennen - der sportliche Saisonhöhepunkt für mich! Nun selbst ein Teil des Rennens zu sein, ist ein unbeschreibliches Gefühl für mich.

Die letzten 2 Wochen waren für mich wie ein perfekter Traum. Es ist alles wie erhofft gelaufen, das Radfahren hat Spaß gemacht und die Probleme haben sich in Grenzen gehalten.

Ich habe gewusst, dass viel möglich ist, wenn unser Plan aufgeht. Dass es für den Sieg reichen wird, habe ich aber nicht zu träumen gewagt - schon gar nicht in so einer Zeit. Natürlich wäre das Rennen noch wesentlich spannender geworden, wenn Christoph nicht aufgeben hätte müssen. Dass wir nicht gemeinsam am Stockerl stehen, ist wohl der einzige Wermutstropfen für mich.

Worüber ich mich sehr gefreut habe, sind die schier unendlich vielen Emails, Facebook-Postings und Medienberichte. Vielen Dank fürs Mitfiebern und anfeuern, ihr habt mich gemeinsam mit meinem unglaublichen Team nach Annapolis getrieben.

Ein genauerer Rückblick kommt in den nächsten Wochen.

8 Tage 8 Stunden 17 Minuten

Ein Traum wird wahr! Sevi gewinnt das Race Across America 2015 mit der inoffiziellen Siegerzeit von 8 Tagen, 8 Stunden und 17 Minuten. Wir werden uns spaeter noch ausfuehrlicher melden (inkl. Photos), jetzt wird gefeiert :-)

TAG 7

Nach der Schlafpause steigt Sevi hochmotiviert auf seinen Zeitfahrer und radelt weiter. Wir verlassen Missouri und durchqueren nun Ilinois. Wir sind immer wieder ueberrascht wie schnell Sevi nach den groesseren Schlafpausen wieder seinen Tritt findet. Offenbar kann er extrem gut mit Schlafmangel umgehen. Nur die Pace Car Crew ist zu so spaeter Stunde hin und wieder mit den von Sevi gestellten Kalkulationsaufgaben überfordert.

Eine weitere RAAM Nacht liegt hinter Sevi und seiner Crew, trotz beeindruckendem Wetterleuchten Gott sei Dank ohne Gewitter. Der herrliche Sonnenaufgang vor der TS Effingham kuendigt einen weiteren erfolgreichen Tag beim RAAM an, unaufhaltsam naehert sich Sevi den Appalachen, historisch der Knackpunkt beim RAAM.

Sevi passiert die 38. Time Station in Sullivan um 11:38 Uhr und hat mit Indiana schon den achten Staat seiner beeindruckenden Reise durch die USA erreicht. In den Morgenstunden hatte er ein kleines Tief, aber nachdem er einen sehr effektiven 10-minütigen Powernap eingelegt hat, radelt er wieder wie aufgezogen und ist bester Laune. Bei angenehmen Temperaturen um 28 Grad hat er so mittlerweile mehr als 100 Meilen Vorsprung auf den zweitplatzierten Amerikaner David Haase herausgeholt.

Der 39. Streckenabschnitt nach Bloomington (2270 Meilen gesamt, Ankunft 16:33 Uhr) war für die Crew von Sevi relativ turbulent. Das Pace Car hatte ausgerechnet dort einen platten Reifen, wo Wohnmobil und Medienauto nicht fahren dürfen und umgeleitet werden. Während die Crew beim Beheben des Problems das eine oder andere T-Shirt durchschwitzte, ließ sich Sevi nicht beirren, legte kurzfristig einen weiteren 8-minütigen Powernap ein und radelte anschließend auf dem nun wieder hügeliger werdenden Terrain seelenruhig in Richtung Osten weiter.

Greensburg liegt hinter Sevi - jetzt wird es schon langsam ernst. Wir haben uns mittlerweile darauf geeinigt nicht nach hinten zu verwalten sondern eine möglichst gute Zeit herauszufahren. Damit sollte Sevi ohne mentalen Einbruch ueber die Appalachen kommen. Trotzdem wird es schwierig und die ganze Crew ist jezt gefordert. Party hard.

TS 41 - OXFORD (OH) Die Strecke wird wieder kurviger und welliger. Die schmalen Strassen sind genau das richtige Terrain für Sevi, der jetzt jeden Kilometer genießt. In Oxford werden wir von jubelnden Fans empfangen. Sevi nimmt sich 2 Minuten Zeit für Fotos und Autogramme. Just 620 miles left! 

TAG 6

Sevi ist um 03:08 Uhr (RAAM-Zeit) in Fort Scott durchgefahren und cruised weiter Richtung Missouri. Eine Hand voll begeisterter Sevi- Fans feuert uns enthusiastisch an. Wir versuchen den nächtlichen Rückenwind für uns zu nützen und machen Party. Follow us!

Sevi hat seine fünfte RAAM Nacht mit Hilfe der überaus kreativen Nachtschicht, einem kurzen Powernap und einer "längeren" Schlafpause (65min) souverän hinter sich gebracht und hat mit Missouri mittlerweile den sechsten Staat seines USA-Abenteuers erreicht. Die Time Station in Weaubleau passiert er um 08.55 Uhr (RAAM-Zeit) und liegt damit weiterhin in Führung.

Sevi hat auf dem Weg zur nächsten Zeitstation in Jefferson City (Ankunft 13:36 Uhr Ortszeit) ordentlich Gas gegeben, wahrscheinlich weil das Radeln auf dem US-54E nicht nur wenig lustig, sondern bei dem hohen Verkehrsaufkommen auch etwas gefährlich war.

Bis zur naechsten TS in Washington, Missouri werden wir wegen Ueberschwemmungen 85 Meilen umgeleitet. Die Etappe ist anspruchsvoll und beinhaltet viele kurze Anstiege bei immer staerker werdendem Verkehrsaufkommen. Unterwegs werden wir von Christoph Strassers Crew angefeuert. Die Navigation gestaltet sich gegen Ende der Etappe schwierig. Schlussendlich erreichen wir die Timestation Washington um 20:20 Uhr Ortszeit.

Aufgrund von Ueberschwemmungen wird auch dieser Abschnitt umgeleitet. Ein von der Rennleitung geplanter Transfer mit dem Campervan auf dem Highway wird gleich fuer eine 55 minuetige Schlafpause genutzt. So passieren wir um 22:30 Uhr Ortszeit den Mississippi. Follow us!

TAG 5

Nach der 90minuetigen Schlafpause in Walsh legt Sevi jetzt wieder ein beeindruckendes Tempo vor, die TS 23 hat er mit einem Schnitt von 33kmh quasi im Vorbeigehen erledigt. Es ist beeindruckend, wie wenig Spuren das Rennen bisher bei Sevi hinterlassen hat.

Eine weitere TS in Kansas (Montezuma) ist geschafft, schön langsam wird die Landschaft wieder ansprechender und die Strecke verläuft auf ruhigeren Nebenstraßen in Richtung Greensburg. Der Wind ist schon seit längerer Zeit günstig, was zur Motivation von Sevi beiträgt. Heute Nachmittag sollte der Halfway Point erreicht sein.

Der günstige Wind der Nacht hat am frühen Vormittag gedreht. Sevi tritt trotz des starken Seitenwindes weiterhin rhythmisch in die Pedale, kommt trotz einer kurzfristigen Umleitung durch die Rennleitung gut voran und erreicht um 10.27 Uhr Ortszeit die nächste Time Station in Greensburg (KS). Die weitere Taktik laut Sevi: "Spaß haben! Jetzt radeln wir einfach mal zum Mississippi und dann schauen wir weiter."

Wow, das ging schnell - Sevi ist zur Mittagsstunde (Ortszeit) schon an der 26. Zeitstation in Pratt (Kansas) vorbeigeschossen. Zum Mittagessen wird es für ihn seine Flüssignahrung Ensure geben, bis jetzt hat er sich sich ausschließlich davon ernährt, für die Crew hoffentlich etwas anderes! In Kürze wird er den Halfway-Point des RAAM 2015 erreichen.

Um 13:22 Uhr Ortszeit, hat Sevi bei Meile 1.502 den Halfway-Point des RAAM 2015 passiert: "nur noch" 1502 Meilen bis ins Ziel! Er freut sich auf die zweite Streckenhälfte ebenso wie über die lustige Performance seiner Crew und setzt sein Abenteuer gleich ohne Pause fort. Bei sommerlichen Temperaturen um 35 Grad und weiterhin starkem Südwind (laut Sevi ein "geiler Segelwind") braust er auf die nächste Zeitstation in Maize zu.

Die TS 27 in Maize mitten in Kansas erreicht (16:16 Uhr). Am Nachmittag war es mit knapp 40 Grad wieder "angenehm heiß" geworden. Mehr als 2.500 Kilometer hat Sevi bisher in fast genau vier Tagen zurückgelegt und begibt sich damit nun in absolutes Neuland - so weit ist er noch nie zuvor am Stück geradelt. Wir halten euch auf dem Laufenden, wie es ihm dabei gehen wird! Stay tuned  :-)

Am frühen Abend (19:10 Uhr) fährt Sevi durch die insgesamt schon 28. Zeitstation namens El Dorado. Ob er hier Gold finden wird? Zweifelhaft, die Gegend hier ist von flachen Äckern und Feldern mit vielen Rinderherden und Ölbohrtuermen geprägt, kleine Dörfer mit auffallend riesigen Getreide- und Wasserspeichern sorgen für ein bisschen Abwechslung (auch was die Internetverbindung betrifft).

Und immer, immer weiter tritt der Sevi! Seine Leistung hat sich anscheinend auch schon hier herumgesprochen, denn immer öfter stehen jetzt Zotter-Fans an der Straße und feuern uns an. Zusätzlich gabs zum Sonnenuntergang noch ein bisschen mediale Aufmerksamkeit - gleich drei Medienteams rissen sich um Interviews. Die Timestation 29 erreichen wir um 21:54.


TAG 4 - Ein Nachmittag in Colorado

"Endlich einmal ein gescheiter Berg", meinte Sevi vor dem Anstieg auf den Cuchara Pass, und hatte einen Riesengrinser im Gesicht, als er den letzten der hohen Rocky Mountains Pässe hochradelte. Dabei überholte er auch Straps wieder und raste mit einem Affenzahn die Abfahrt zur nächsten Zeitstation in Trinidad (leider nicht in der Karibik, sondern TS20 um 14:21 Uhr Ortszeit) runter - nur an der Stelle, wo vor genau 10 Jahren Bob Breedlove tödlich verunglückt war, hielt er kurz inne und zollte der RAAM Legende Respekt.

Nach der Kleinstadt Trinidad hatte Sevi die Rocky Mountains nun endgültig hinter sich gelassen und radelte der Prärie im Osten des Staates Colorado entgegen. Die Landschaft hatte sich schlagartig geändert, hügeliges Grasland, lange Geraden, ein extrem wechselhafter Wind bzw. ein sehr effektiver Powernap prägten den Nachmittag, ehe er gegen 19.00 Uhr das Dorf Kim (TS21) erreichte.

Um 23:45 Uhr Ortszeit kam Sevi in Walsh, der insgesamt 22. Zeitstation des RAAM und gleichzeitig der letzten im schönen Colorado) an und begab sich in seine wohlverdiente zweite Schlafpause des Rennens. An Landschaft, Topographie und Wind hatte sich auf dem letzten Abschnitt wenig geändert, außer dass die Temperaturen am Abend mit 25 Grad sehr angenehm waren, immer mehr Race Officials um uns herumfuhren, die RAAM Media Crew auf ein Interview vorbeischaute und es natürlich auch dunkel geworden war. Sevi war in seine vierte Nacht geradelt und hatte dabei die 2000 Kilometer-Marke passiert - "nur" noch knapp 3000 Kilometer to go, stay tuned :-) 

TAG 4 - Mitten in den Rocky Mountains

Der vierte Tag beim RAAM stand bisher ganz im Zeichen der hohen Rocky Mountains Pässe. Zuerst passierte Sevi mit dem Wolf Creek Pass den höchsten Punkt des Rennens! Unermüdlich und voll fokussiert hatte Sevi Höhenmeter um Höhenmeter überwunden - natürlich unterstützt von der Crew die ihr letztes Hemd gegen Tutus getauscht hatte ;-)

Die Abfahrt machte Sevi sichtlich Spaß, denn eine Dreiviertelstunde später erreichte er schon die 17. Zeitstation in South Fork. Eigentlich war geplant, sofort nach der letzten Zeitstation einen Powernap einzulegen, welcher aufgrund günstiger Windbedingungen aber dann ein bisschen hinausgezögert wurde. Gut erholt und wieder putzmunter flog Sevi anschließend in der Morgendämmerung dem nächsten Kontrollpunkt in Alamosa so richtig entgegen und erreichte ihn unmittelbar nach Sonnenaufgang um 05:48 Uhr Ortszeit.

Auch den zweiten der drei hohen Rocky Mountains Pässe, den 2855m hohen La Veta Pass, hat Sevi schon hinter sich gelassen und kam um 09.30 Uhr an Time Station 19 in La Veta vorbei. Nach mehr als einem Drittel der Strecke lag er damit weiterhin auf dem sensationellen zweiten Rang. Nun wartet der dritte hohe Pass auf ihn, der knapp 3000m hohe Cuchara Pass. Stay tuned! :-)

TAG 3 - Nachmittag und Abend

Mehr als ein Viertel der Strecke waren geschafft, als Sevi um 15:26 Uhr in Cortez, Colorado (der ersten Zeitstation des vierten US Staat, der beim RAAM durchfahren wird) ankam. Meile um Meile ging es weiter Richtung Osten, vor ihm erhoben sich bereits die majestätischen, schneebedeckten Gipfel der Rocky Mountains. 

Die Temperaturen blieben am Nachmittag zunächst weiterhin hoch (an die 40 Grad), doch je mehr es bergauf ging, umso mehr kühlte es ab und umso mehr kam Sevi nach seinem kleinen Tief in der Hitze wieder besser in Tritt. Timestation 15 in Durango erreichten wir um 20:35 Uhr Ortszeit. Nun begann das grosse Klettern! 

Mittlerweile war auch die Sonne schon wieder untergegangen und wir starteten in die dritte Nacht. Die TS 16 in Pagosa Springs erreichten wir aufgrund günstiger Windbedingungen schon früher (22:40 Uhr) als erwartet und Sevi entschied, sofort und ohne weitere Pause aufs Dach des RAAM - dem knapp 3400m hohen Wolf Creek Pass (ca. 3400m) - zu klettern.

Knapp mehr als drei Stunden später erreichte Sevi dann auch schon den höchsten Punkt des Rennens! Unermüdlich und voll fokussiert hatte Sevi Höhenmeter um Höhenmeter überwunden - natürlich unterstützt von der Crew, die ihr letztes Hemd gegen Tutus getauscht hatte ;-) 

Die Abfahrt machte Sevi sichtlich Spaß, denn eine Dreiviertelstunde später passierte er schon die 17. Zeitstation in South Fork.

TAG 3

Sevi erreichte um 05.20 Uhr Ortszeit die 11. Zeitstation in Kayenta und hatte damit bereits über 1100 Kilometer absolviert. Dort hielt er seine erste geplante Schlafpause (60 Minuten) ab. 

Der dritte RAAM-Tag begann danach für Sevi mit einer Fahrt durch das malerische Monument Valley, einem der landschaftlichen Highlights des Rennens. Gut erholt von der Schlafpause und extrem motiviert von der sensationellen Landschaft, gab er wieder Vollgas und erreichte daher TS 12 in Mexican Hat schon um 09.18 Uhr Ortszeit.

Frohen Mutes radelte Sevi am späten Vormittag durch den Südosten von Utah, wo auf etwa 1500 Metern über dem Meeresspiegel nicht ganz so heiß wurde wie an den Tagen zuvor in Arizona. Pünktlich zu Mittag kommt er bei 30 Grad in Montezuma Creek an, nun geht es auf das Hochplateau von Colorado. Stay tuned :-)

Tag 2 - Durch die Wüste von Arizona

Sevi hatte am frühen Nachmittag zum ersten Mal ein kleines Tief und legte daher einen kurzen Powernap ein, wodurch er von seinem guten Freund und Trainingspartner Christoph eingeholt wurde. In knappen Abstand kletterten die beiden auf den über 2000 Meter hohen "Potato Patch Pass" im Highwood Canyon hoch, ehe sie sich wagemutig 1000 Höhenmeter nach Cottonwood runter stürzten, wo sie die 8. Zeitstation um 14.50 Uhr Ortszeit bei 40 Grad Celsius gemeinsam erreichten. Da Christoph 32 Minuten nach Sevi gestartet war, hat der Titelverteidiger nun die Fuehrung beim RAAM übernommen. 

111 Grad Fahrenheit (44 Grad Celsius). So heiss war es kurz nach der letzten Time Station, bei der sich Straps nach vorne verabschiedete. Die extremen Temperaturen hinterlassen ihre Spuren und so musste auch Sevi kurz vor Flagstaff einen zweiten Powernap einlegen, bevor er sich durch den dichten Verkehr der auf 2000 Meter liegenden Metropole durchkämpfte und dort am Stadt-Ende die 9. Time Station um 19:18 Uhr Ortszeit auf dem zweiten Platz liegend erreichte.

11 Meilen nach Flagstaff hat Sevi wieder auf das Zeitfahrrad gewechselt, da die Strecke nun auf 50km immer leicht abfaellt, bevor vor der naechsten TS (Tuba City) wieder ein paar Hoehenmeter auf ihn warten. Weiterhin sind wir voll im Zeitplan und die Beschwerden halten sich erfreulicherweise in Grenzen. Allerdings wartet mit der zweiten Nacht nun eine weitere Herausforderung auf Sevi und seine topmotivierte Crew.

TAG 2

Sevi hat seine erste RAAM Nacht gut ueberstanden, bei guenstigen Windbedingungen weiterhin ordentlich Gas gegeben und ist weiterhin bei bester Laune. Auch ein kleiner technischer Defekt an seinem Zeitfahrrad in den fruehen Morgenstunden konnte Sevi nicht beunruhigen, er wechselte auf das Zweitfahrrad und genoss einen malerischen Sonnenaufgang in der Wueste von Arizona.

Als Sevi um 09.00 Uhr Ortszeit die 6. Zeitstation in Congress erreichte, zeigte das Thermometer schon 35 Grad Celsius. Sevi steckte daher im temporaer aufgebauten Pool kurz seinen Kopf ins Wasser, ehe er einen der heissesten Abschnitte der Strecke in Angriff nahm: den langen Anstieg raus aus dem Wuestenkessel und rauf auf das Hochplateau von Arizona.

In den Mittagsstunden passiert Sevi die 7. Zeitstation in dem etwa 1700 Meter hoch gelegenen Prescott. 716 Kilometer hat er in den ersten 23 Stunden und 14 Minuten absolviert und liegt damit immer noch an der Spitze des gesamten Feldes - doch darauf achtet derzeit weder Crew noch Sevi, der sich weiterhin an seinen eigenen Wattwerten orientiert und die Konkurrenz ausblendet. Wir alle wissen, wie lange das Rennen noch ist und Platzierungen zu diesem Zeitpunkt alles andere als aussagekraeftig sind.

TAG 1

Wir befinden uns ca. 20 Meilen nach TS 3 Blythe, Sevi fliegt bisher problemlos durch die Nacht, die Temperaturen sind auf angenehme 24 Grad Celsius gefallen und der stramme Wind von hinten ermoeglicht Sevi durchgehend 35-38 km/h im Grundlagenbereich zu fahren. Das Trek Speedconcept Zeitfahrrad ist in diesem Terrain natuerlich optimal.

Sevi hatte durch seine fruehe Startzeit nicht viel Gelegenheit andere Solofahrer zu ueberholen, eine nette Abwechslung hat ihm allerdings die Wohnmobilcrew vom Titelverteidiger Christoph Strasser beschert - im Bereich der Imperial Sand Dunes wurde er frenetisch angefeuert. Wieder einmal ein Beweis fuer die sportliche Fairness des Champions und seiner Mannschaft.

Im Moment haben wir nur mehr zwei RAW Staffeln auf der Strecke vor uns, dann fuehrt Sevi das gesamte Fahrerfeld an. Eine tolle Bilanz fuer den ersten Tag, aus Erfahrung wissen wir aber dass sich Sevi erst in der Aufwaermphase des Rennens befindet.

Wir haben jedenfalls Spass, stay tuned :)

Die PC Crew 


TAG 1 - Sevi startet beim Race Across America

16. Juni 2015, 13.18 Uhr Ortszeit in Kalifornien (22.18 Uhr MEZ): Das lange Warten ist endlich vorbei, Sevi startet in eines der größten Abenteuer seines Lebens: das 3004 Meilen (4833km) lange Race Across America von Oceanside (Kalifornien, Pazifik) bis nach Annapolis (Maryland, Atlantik). Ab jetzt haben wir, die Crew von Sevi, die Ehre euch von unserer intensiven Zeit berichten :-)

Wir werden versuchen, euch auf der Webseite von Sevi und auf seiner Facebook Seite so gut wie möglich auf dem Laufenden zu halten, wie es uns geht. Aktuelle Renninformationen publiziert der Veranstalter auf seiner Webseite, Facebook und Twitter. Wenn ihr genau wissen wollt, wie weit Sevi schon gekommen ist, dann könnt ihr das auf dem RAAM Live Tracker verfolgen, während der Rennzwischenstand auf dem RAAM Leaderboard einsehbar ist.

Auf dem ersten Streckenabschnitt dürfen wir Sevi leider nicht begleiten. Wir werden uns dann wieder melden, wenn er bei Time Station 1 in Lake Henshaw angekommen ist. LG zum letzten Mal von der Pazifikküste :-)

Letzte Gedanken vor dem Start.

"...und inspirierte mich auch ein weiteres Mal für meine persönlichen Ziele, auch wenn diese bei weitem nicht die Dimension eines RAAM erreichen werden."
(Vom Traum zum Ziel. Alex Gepp beim Race Across America. Grubinger et al., M
ünchen 2010)

Mit diesen Wörtern habe ich meinen Rückblick auf das RAAM 2005 beendet. In wenigen Stunden gehe ich nun - 10 Jahre nach der Teilnahme von Alex - selbst an den Start. Bis vor wenigen Jahren war das - trotz aller Radbegeisterung - für mich unvorstellbar. Das Training, die Organisation, die Entbehrungen im Training, die Sponsorensuche, die Medienarbeit und nicht zuletzt die Willenskraft um 5.000km nonstop am Rad zu bewältigen schienen mir immer als unmöglich für mich. 

Im Laufe der letzten Jahr habe ich mich aber langsam entwickelt, mein Team ist entstanden, ich konnte mich selbst von Rennen zu Rennen steigern und der Glaube auch beim RAAM starten zu können ist gewachsen. Zudem habe ich auch die Unterstützung und Akzeptanz für dieses Projekt von meiner Freundin Angi, meiner Familie, meinen Freunden und nicht zuletzt meinen Arbeitskollegen bei der Caritas und meinen Sponsoren bekommen. 

Heute stehe ich am Start, und ein Großteil des Projektes ist damit schon abgeschlossen. Ich habe es hierher geschafft - egal wie es ausgeht. Darauf bin ich schon stolz. Der schwerste Teil der Übung steht aber noch vor mir, auch wenn ich den am besten kann: Radfahren. Ein ganzer Kontinent. Stunden der Freude, des Leidens, Zweifelns, Hoffens, Durchbeißens, Genießens, und vieles mehr, um am Schluss erfolgreich die Ziellinie zu überqueren. Ich freue mich und habe Respekt davor, bin zuversichtlich und weiß, dass ich mich auf mein Team 100%ig verlassen kann – muss. Absolutes Vertrauen und Akzeptanz habe ich mir als Ziel gesetzt. Für alles was kommt, was ich mir vorstellen kann oder auch nicht. Ob das reichen wird, werden wir sehen.

Ganz besonders würde es mich freuen, wenn ihr alle, die ihr mit mir mitfiebert, mein Spendenprojekt für syrische Flüchtlingskinder unterstützt. Die Teilnahme beim RAAM ist ein schier unglaublicher Luxus wenn man sich alle derzeitigen Katastrophen und Kriege auf der Welt ansieht. Ein steigender Spendenparometer motiviert mich für das Rennen ebensoviel wie eine aufmunternde Nachricht. Hier geht es direkt zum Onlinespendentool der Caritas. Genauere Informationen zum Spendenprojekt gibt es unter www.severinzotter.at/#/caritas-carity-projekt/

Es ist viel drinnen für das Rennen, vielleicht schaffe ich ein Top-Finish, vielleicht komme ich aber auch gerade vor Zielschluss an, egal. Ich freue mich auf die Erfahrung und das Teamerlebnis. 

Damit übergebe ich an die Mediacrew!

Ein Tag in Oceanside - Startzeit 22:13 MEZ

Der heutige Tag hätte ein vermeintlich gemütlich sein sollen. Nun, für mich wars auch wirklich recht entspannt, während mein Team um mich herum alles gewuselt ist und alles möglich erledigt hat. Den Überblick habe ich da schon lange verloren, Teamchef Sic und Organisationschef Mike jedoch nicht! Autos fertig einladen, Grundausstattung, Essen, Wasser, Ensure, etc.  einkaufen, andere vergessene Utensilien besorgen, die Rennregistrierung abschliessen, Räder durchchecken, Medienberichte erstellen,  und vieles andere. 

Unterdessen ist es nachmittags für mich nochmals eine Stunde aufs Rad gegangen: Lockeres rollen, auf das Rennen fokusieren, kurz reintreten. Danach haben wir bei meiner Rückkehr noch einmal eine Schlafpause durchgeprobt.

Um 17:00 Uhr ist dann der letzte Termin vor dem Start auf dem Programm gestanden, das Racer Meeting. Ein Turnsaal voller Fahrer_innen und Crew-MItglieder. Viele Infos, von denen die meisten schon im Reglement gestanden sind und ein kurzes Handshake mit allen anderen Teilnehmer/innen. Zu guter Letzt habe ich sogar noch meine Startzeit erfahren: 13:18 Uhr Ortszeit, also 22:18 Uhr MEZ. Christoph wird als Vorjahressieger um 22:50 MEZ als letzter an den Start gehen.  Nach der Besprechung haben wir dann sogar noch ein Österreicher-Foto geschafft: Mit Gerhard Gulewicz, Franz Preihs, Christoph Strasser und mir sind 4 Österreicher beim RAAM am Start, zudem startet Thomas Jaklitsch beim Race Across the West, das entlang der ersten 15 Timestastions auf der RAAM-Strecke geht.