Letzte Gedanken vor dem Start.

"...und inspirierte mich auch ein weiteres Mal für meine persönlichen Ziele, auch wenn diese bei weitem nicht die Dimension eines RAAM erreichen werden."
(Vom Traum zum Ziel. Alex Gepp beim Race Across America. Grubinger et al., M
ünchen 2010)

Mit diesen Wörtern habe ich meinen Rückblick auf das RAAM 2005 beendet. In wenigen Stunden gehe ich nun - 10 Jahre nach der Teilnahme von Alex - selbst an den Start. Bis vor wenigen Jahren war das - trotz aller Radbegeisterung - für mich unvorstellbar. Das Training, die Organisation, die Entbehrungen im Training, die Sponsorensuche, die Medienarbeit und nicht zuletzt die Willenskraft um 5.000km nonstop am Rad zu bewältigen schienen mir immer als unmöglich für mich. 

Im Laufe der letzten Jahr habe ich mich aber langsam entwickelt, mein Team ist entstanden, ich konnte mich selbst von Rennen zu Rennen steigern und der Glaube auch beim RAAM starten zu können ist gewachsen. Zudem habe ich auch die Unterstützung und Akzeptanz für dieses Projekt von meiner Freundin Angi, meiner Familie, meinen Freunden und nicht zuletzt meinen Arbeitskollegen bei der Caritas und meinen Sponsoren bekommen. 

Heute stehe ich am Start, und ein Großteil des Projektes ist damit schon abgeschlossen. Ich habe es hierher geschafft - egal wie es ausgeht. Darauf bin ich schon stolz. Der schwerste Teil der Übung steht aber noch vor mir, auch wenn ich den am besten kann: Radfahren. Ein ganzer Kontinent. Stunden der Freude, des Leidens, Zweifelns, Hoffens, Durchbeißens, Genießens, und vieles mehr, um am Schluss erfolgreich die Ziellinie zu überqueren. Ich freue mich und habe Respekt davor, bin zuversichtlich und weiß, dass ich mich auf mein Team 100%ig verlassen kann – muss. Absolutes Vertrauen und Akzeptanz habe ich mir als Ziel gesetzt. Für alles was kommt, was ich mir vorstellen kann oder auch nicht. Ob das reichen wird, werden wir sehen.

Ganz besonders würde es mich freuen, wenn ihr alle, die ihr mit mir mitfiebert, mein Spendenprojekt für syrische Flüchtlingskinder unterstützt. Die Teilnahme beim RAAM ist ein schier unglaublicher Luxus wenn man sich alle derzeitigen Katastrophen und Kriege auf der Welt ansieht. Ein steigender Spendenparometer motiviert mich für das Rennen ebensoviel wie eine aufmunternde Nachricht. Hier geht es direkt zum Onlinespendentool der Caritas. Genauere Informationen zum Spendenprojekt gibt es unter www.severinzotter.at/#/caritas-carity-projekt/

Es ist viel drinnen für das Rennen, vielleicht schaffe ich ein Top-Finish, vielleicht komme ich aber auch gerade vor Zielschluss an, egal. Ich freue mich auf die Erfahrung und das Teamerlebnis. 

Damit übergebe ich an die Mediacrew!