Technische Abnahme und Teambuilding Part ll

In großer Runde ist es heute nach dem Frühstück (bei mir waren das 2 Packungen Ensure Plus Flüssignahrung) zur Vorbereitung für die technische Abnahme gegangen. Alle drei Autos mussten mit den offiziellen Rennmaterial beklebt, die Signallichter installiert und die Startnummern an Helm und Rad angebracht werden. 

Ich durfte mich, während das Team fleißig an der Arbeit war, in erster Linie dem Entspannen und kleinen inhaltlichen Vorbereitungen widmen. Damit ich mich auch wirklich daran halte, habe ich Ska als eigenen Betreuer an die Seite gestellt bekommen, der mich daran gehindert hat, selbst Hand anzulegen. Die technische Abnahme ist dann auch ohne meine Beteiligung in der Vorbereitung problemlos über die Bühne gegangen. Die Inhaltliche Vorbereitung ist damit fast komplett abgeschlossen, morgen Abend folgt noch das Racer Meeting. 

Den restlichen Nachmittag haben wir dann genutzt, um bei einer Probefahrt auf der RAAM-Strecke die Kommunikationssysteme nochmals zu testen und ein paar Fotos vom ersten Streckenabschnitt zu machen. Für mich war das die letzte Ausfahrt vor dem Start, morgen werde ich nur noch ein wenig rollen und mich geistig auf das Rennen vorbereiten. 

Am Abend hat es dann Teambuilding Part ll - nach der ersten Einheit Mitte März gegeben. Nachdem Mike ja direkt aus Neuseeland angereist ist haben wir uns gestern erstmals als gesamtes Team getroffen. Philipp hat uns als erfahrener Outdoor-Pädagoge durch die Teambuilding - Übung geführt und auf das gemeinsame Rennen eingestimmt. 

Team komplett

Der heutige Tag ist wieder im Zeichen von organisatorischen Themen gestanden. Nach unserer Übersiedlung nach Oceanside sind Marion und Michi gleich nach L.A. weitergefahren. Dort haben sie als erstes das Wohnmobil und danach das restliche Team und das Medienauto abgeholt. 

Mittlerweile haben Martin und ich das Haus bezogen, das für die nächsten 3 Tage unsere Basis sein wird. Danach ist Einchecken beim RAAM-Headquarter am 5 Minuten entfernten Strand und Abholen der Rennunterlagen am Programm gestanden. Alles recht entspannt und unaufgeregt. Ein paar offene Fragen konnten uns auch noch beantwortet werden. 

Als Empfang für das Team hat es dann ein gemütliches Abendessen in unserem Garten gegeben. Neben der Begrüßung sind aber auch schon einige inhaltliche Punkte besprochen worden. Morgen um 15:00 haben wir die technische Abnahme, für die die Autos und das Wohnmobil fertig adjustiert sein müssen. 

Vom Pool in Borrego Springs

Ob ich den Glass Elevator beim RAAM auch mit dem Zeitfahrrad abfahren kann und ob das Sinn macht? Dieser Frage habe ich mich im heutigen Training gewidmet. In erster Linie geht es für mich darum, wo der optimale Punkt ist, um vom leichteren Domane, mit dem ich starten werde auf das Speed Concept umzusteigen.

Das Ergebnis des Versuchs? Nun ja, heute war ich auf der Abfahrt um knappe 30 Sekunden langsamer, diesemal jedoch bei Gegenwind. Am Mittwoch wurde ich von den Windböen regelrecht hinuntergeschoben. Insofern doch ein sehr zufriedenstellendes Ergebnis.

Das restliche Team sitzt mittlerweile schon im Flieger. Mike kommt aus Neuseeland, wo er für die Österreichische U-20 Fußball-Nationalmanschaft bei der WM mitgearbeitet hat während die anderen 6 Teammitglieder in Wien gestartet sind. Morgen werden wir dann von Borrego Springs nach Oceanside übersiedeln, das Team in L.A. abholen und auch das zweite Auto und den Campervan übernehmen! Die entspannte Zeit hier in Borrego Springs ist also vorbei und 3 doch recht dicht gedrängt Tage erwarten uns in Oceanside.

Zuvor haben wir den letzten Tag hier in Borrego aber noch mit einem gemeinsamen Abendessen mit dem Team Strasser ausklingen lassen. Christoph, an dieser Stelle ein großes Danke für deine Unterstützung die du mir und meinem Team in den letzten Monaten zukommen hast lassen! Deine Offenheit, mit der du dein Wissen und deine Erfahrungen mit uns geteilt hast sagen wohl mehr über dich aus, als all deine bisherigen sportlichen Erfolge! Alles Gute fürs Rennen, hol dir den 4. Sieg!

Rennvorbereitungen am Pace Car

Neben dem Training und der Gewöhnung an die Hitze wollen wir die Zeit hier in Borrego Springs vor allem dazu nutzen, das Pace Car möglichst startklar für das Rennen bzw. die technische Abnahme davor zu machen. So haben wir heute die Zusatzlichter von APLED installiert - vielen Dank an Alex Platl für die Top Anlage! Das weiße Licht soll mir vor allem in der Nacht dabei helfen, gegen die Müdigkeit anzukämpfen.

Einer der wichtigsten Punkte beim Pace Car ist die Innneneinrchtung. Ein gutes Ordnungssystem ist die Basis für die Crew um mich auch gut betreuen zu können. Das komplette Material (Bekleidung, Getränke, Nahrung, Technik, etc.) sollte jederzeit gut und schnell erreichbar sein, aber auch in flotten Abfahrten und scharfen Kurven nicht durcheinanderfliegen! Es muss allso ein gutes Ordnungssystem geben, das gegen alle Kräfte von aussen abgesichert ist.

Weiters muss noch die gesamte Elektronik passen. Die Kommunikationssysteme kommen zwar erst mit dem restlichen Team Samstag Abend an, Rundumleuchten, Verkabelung für das APLED-System und Stromwandler müssen aber jetzt schon vorbereitet sein, dass wir dann am Sonntag und Montag nur noch den Feinschliff machen müssen.

Die Unterlagen für die technische Abnahme am Sonntag haben wir auch soweit fertiggestellt. Morgen Freitag ist also nochmals Zeit für eine kleine Trainingsrunde und die letzten Details.
Zur Belohnung für die getane Arbeit haben wir uns heute Abend den lokalen Burger-Spzialisten von innen angesehen.


Rückreise nach Borrego Springs und Training am Glass Elevator

Gestern Dienstag hat es von mir leider keinen News-Beitrag gegeben. Anscheinend ist mein Computer der Hitze erlegen, jedenfalls wollte er sich nicht mehr einschalten lassen.

Der gestrige Tag ist ganz im Zeichen der Regeneration gestanden. Nach einer Nächtigung im durchaus sehenswerten Westward Motel in Salome, Arizona, sind wir bei Regen (!) über den Highway und entlag dem Salten Sea zurück nach Borrego Springs gefahren. Martin ist nach einer kurzen Pause gleich weiter nach L.A. gefahren, um unser Medienteam Michi und Marion abzuholen, während ich mich der aktiven Erholung gewidmet habe: Dehnen, Oberkörperübungen, abkühlen im Swimmingpool, einkaufen, essen und mit meiner Freundin Angi telefonieren.  Auch wenn sie mich beim Rennen nicht begleitet, ist die Vorbereitung für so ein Rennen ohne die Unterstützung der Lebensgefährtin nicht möglich: Trainings zu unterschiedlichen Tag- und Nachtzeiten am Rad, am Ergo oder am Gymnastikball im Wohnzimmer, Organisationsstress, Zweifel, Teammeetings, Sponsorensuche, und vieles mehr sind wohl genau so für Angi ein laufender Teil des Alltags geworden wie für mich. Vielen Dank für deine Unterstützung!

Heute Mittwoch bin ich erstamls über 4 Stunden ohne längere Pause durchgefahren. Zu Beginn habe ich den "Glass Elevator", einen 1000m hohen Anstieg der direkt in Borrego Springs beginnt und beim RAAM in die Gegenrichtung gefahren wird, in Angriff genommen. Die Akklimatisation hat anscheinend schon gewirkt, jedenfalls konnte ich die Steigung mit ähnlichen Leistungsdaten wie vergleichbare Berge in den Trainings in Österreich absolvieren.

Wieder herunten in der Ebene machte ich Bekanntschaft mit den extremen Winden, die hier auch während dem Rennen eine entscheidende Rolle spielen. Mit dem passenden Rückenwind bin ich auf der leicht fallenden Ebene bis zu 70km/h gefahren, gegen den Wind war es jedoch hart die 20km/h zu halten. Glücklicherweise herrscht hier meist eher Westwind, sollte also im Rennen gut passen.

UND: Heute gibts auch erstmals richtig gute Fotos von Michi und Marion am Fotoblog, also reinschauen!

Tag 2 in der Wüste

Heute habe ich den Abschnitt zwischen Timestation 3, Blythe, CA und Timestation 5, Salome, AZ in Angriff genommen. Nachdem wir in der Früh noch einige Einkäufe und andere Kleinigkeiten erledigt haben, bin ich um 13 Uhr Ortszeit losgekommen. In den heißesten Stunden des Tages also, dass das Hitzetraining auch wirklich Sinn macht :-). 

Anfangs ist es auch gleich richtig gut gelaufen, ich habe also schon gut profitiert von gestern. Nach rund eine Stunde bei 40-42°C habe ich dann aber doch einen langsamen Leistungsabfall gespürt: die Beine haben zu ziehen begonnen, die Leitungs und die Geschwindigkeit haben etwas nachgelassen und auch mein Fokus auf die Strecke hat sich etwas verabschiedet. Die drei Flaschen die ich mithatte waren schon fast leergetrunken und von Martin/Sic, der in Blythe noch die restlichen Dinge besorgte und nach einer Stunde bei mir sein wollte war noch nichts zu sehen. 

Nach 1,5 Stunden machte ich dann eine halb-freiwillige Pause und wartete im Schatten unter dem wahrscheinlich ersten Baum, der mir seit Blythe untergekommen ist, auf die Verpflegung aus dem Auto. 

Gut erholt und wieder voll aufgetankt ist es dann auch wieder flott weitergegangen, bei Timestation 4, Parker, AZ vorbei weiter Richtung Salome. Nach 4:22 und 155km habe ich die heutige Einheit 20km vor Salome beendet. Unterstützt vom guten Wind habe ich heute erstmals das Gefühl bekommen, auch bei den extrem heißen Verhältnissen, schnell fahren zu können. 

Das alles würde in dieser Gegegend nicht ohne die Unterstützung aus dem Auto funktionieren. Mein Teamchef Martin "Sic" Orthacker erledigt auch schon vor dem Rennstart als Ein-Personen-Team fast alles, damit ich mich voll aufs Radfahren und Erholen konzentrieren kann.
Er ist ebenfalls ein Urgestein der Veloblitz-Langstreckenrennfahrer, ist seit 1993 Fahrradbote, derzeit die meiste Zeit im Büro vom Fuhrwerk Logistics GmbH damit beschäftigt Aufträge entgegenzunehmen und diese den Boten anzubieten. 1997 hat er bei der Crocodile Trophy in Australien teilgenommen, und auch schon beim 24h-Rennen am damaligen A1-Ring. Viele weitere Rennen sind gefolgt. Bei mir war er seit 2011 bei allen Rennen als Teamchef dabei!

Morgen Dienstag wir unser Team von den beiden Fotografen Marion und Michi verstärkt, mit denen wir uns in Borrego Springs bis Samstag einquartieren werden. 


Hitzetraining

Heute gab's für mich den ersten Vorgeschmack darauf, was mich beim RAAM erwarten wird. Nachdem es gestern doch noch gemütlich 25°C am Meer hatte, bin euch heute gemeinsam mit Christoph Strasser, der sich auch in Borrego Springs für seinen RAAM-Start vorbereitet, bei ca. 40°C losgestartet. Christoph ist nach 1,5h abgebogen, ich bin mit "Pace-Car-Begleitung" durch meinen Teamchef Martin auf der RAAM-Strecke weitergefahren. Nachdem wir in der Früh auch schon fleißig waren, konnte ich die ebene Strecke auch schon am fertig zusammengebauten Trek Speed Concept (Zeitfahrrad) fahren. 

Anfangs ist es recht gut gegangen, nach etwas über 2 Stunden musste ich dann doch eine halbe Stunde Pause im Auto verbringen. Auch wenn ich keine groben Probleme hatte, war ich recht fertig: Niedrige Leistung und hoher Puls bei konstantem Gegenwind, so als ob einem einfach 20% der Leistungsfähigkeit verloren gegangen sind. 

Die Pause hat dann auch ihre Wirkung gezeigt und ich konnte noch 2 weitere Trainingsstunden anhängen und bin bis zu den Imperial Sand Dunes fahren. Nachdem Quartiere in dieser dünn besiedelten Gegend Mangelware sind, mussten wir mit dem Auto bis nach Blythe (Timestation 3) weiterfahren. 

Auch wenn das Rennen noch nicht begonnen hat, steigt die Vorfreude. Oft habe ich heute an meine ersten Kontakte mit dem Ultraradsport zurückgedacht: Die Betreuung von Alex Gepp beim Glocknerman 2001, als Schiedsrichter im Team von Benny Furrer beim RATA 2001 und mein erster 300er gemeinsam mit Alex Gepp von Kufstein Richtung Graz, ebenfalls 2001. 2002 dann mein erstes 24h Staffelrennen mit den Kollegen vom Fahrradbotendienst Veloblitz - allen voran Langstrecken-Urgestein Werner "Tequila" Härtl - und 2003 meine ersten Solo 24h - gemeinsam mit dem 5-fachen RAAM Sieger Jure Robic am Podest. 2005 durfte ich dann im Betreuungsteam von Alex meine erste RAAM-Erfahrung machen. 


Flug und Vorbereitung in Californien

Nach einer mehr oder weniger streßbeladenen Woche bin ich nun gemeinsam mit meinem Teamchef Sic endlich in den USA angekommen. Trotz aller Vorbereitungen und allen Planens waren in den letzten Tagen doch noch einige unvorhergesehene Dinge zu erledigen. 

Um so größer ist jetzt die Freude hier vor Ort zu sein.  Auch wenn die Arbeit nicht weniger wird (Räder zusammenbauen, Einkaufen, Handys besorgen, Auto einrichten, etc.), kommt doch schon langsam Rennstimmung auf.

In L.A. wurden wir gleich von meinem Bruder in Empfang genommen (er wird  beim RAAM das Medienauto lenken und ist jetzt schon auf Urlaub in L.A.), der uns bei der Auswahl des Autos bei der Verleihfirma geholfen hat, welches dann auch als Pace Car fungieren wird. Danach ging es runter nach Oceanside, wo wir heute Vormittag die wichtigsten Einkäufe erledigt haben. Am Nachmittag bin ich dann das erste Mal am Rad gesessen und entlang der RAAM-Strecke bis nach Borrego Springs gefahren. Trotz Zeitumstellung und langem Flug hat sichs schon ganz gut angefühlt. Die Temperaturen waren heute wieder recht niedrig, nicht über 30°C. Morgen gehts weiter Richtung Brawley, der 2. Timstation, wo es dann auch so richtig heiß werden wird. 


Die heiße Phase der Vorbereitung läuft

Letzten Dienstag haben wir uns schon in fast gewohnter Manier bei Marion zum bereits 7. aber auch letzten Vorbereitungstreffen vor dem Abflug versammelt. Neben der Reflexion der Rekordfahrt im April standen einmal mehr die Abläufe der letzten Vorbereitungs-Tage in Borrego Springs und Oceanside im Mittelpunkt der Besprechung. 

Ich werde gemeinsam mit meinem Teamchef Sic am 5. Juni in den Flieger steigen, um mich in Borrego Springs zu akklimatisieren. Nach weiteren 4 Tagen folgen Michi und Marion, um die Vorbereitung fotografisch zu dokumentieren. Schließlich wird unser Team am 13. Juni in Oceanside vervollständigt, um am 16. Juni gemeinsam ins Rennen zu starten (ab 21:00 Uhr MEZ). Ein weiterer zentraler Punkt des Treffens war die Koordination der Anreise und des Transfers des gesamten Materials, das wir in den USA benötigen werden. 

Fazit: Es ist noch einiges zu tun, aber es läuft sehr gut. Auch mit dem Training geht es gut weiter. Nachdem ich bereits letzten Herbst Stunden für ein Sabbatical angespart habe, bin ich seit Anfang Mai bereits von meiner Arbeit freigestellt. So kann ich meine volle Konzentration den letzten, intensiven Vorbereitungen widmen. Vielen Dank an dieser Stelle an meine KollegInnen vom Kontaktladen und Streetwork im Drogenbereich der Caritas Steiermark für die Unterstützung. 

Vulkanland Marathon und VURC Frühjahrsklassiker

Mein Abflug zum Race Across America rückt immer näher. In weniger als einem Monat starte ich gemeinsam mit meinem Teamchef Martin "Sic" Orthacker am 5. Juni nach Los Angeles. Seit 1. Mai bin ich auf Sabbatical, um genügend Zeit zum Training und für die nötigen Vorbereitungen zur Verfügung zu haben. Wir sind gut im Plan, aber es ist auch noch viel zu tun bis zu unserem Abflug.  Das letzte Wochenende habe ich dann gleich für eine etwas speziellere Vorbereitung genutzt: Mit 2 "Wettkämpfen" konnte ich vor allem an der Tempohärte arbeiten:

Am Freitag gab es den "1. VURC Frühjahrsklassiker" (urc.veloblitz.at). Wie bei allen Veranstaltungen vom Unionradklub Veloblitz stand vor allem der Spaß im Vordergrund. Ein Muss waren natürlich wieder die Muffins, die es auch schon vor dem Start gab. Die anspruchsvolle Strecke führte uns auf 140km und 2200hm durch bekannte und entlegene (Berg-)Straßen des Grazer Nordens, bevor es in Kumberg zu einem Fotofinish kam - jedoch ohne Fotograf, da wir zu schnell bzw. das Zielteam zu langsam war. Nachdem es aber einen Sieger geben musste, wurde die Situation diplomatisch gelöst einfach der schönste von uns drei Fahrern in der Spitzengruppe zum Sieger erklärt: Gratulation an Martin Hillbrand. Videos gibts hier und hier.

Nach einer 130km "Erholungstour" am Samstag, ging es dann beim "7. Internationalen  Vulkanlandmarathon" am Sonntag nochmals richtig zur Sache. Mein erster "normaler" Radmarathon führte über 92km und rund 1300hm in einer schönen Runde um Feldbach. Nun ja, das Tempo war dann doch noch etwas höher als am Freitag und ich musste lernen, dass auch kurze Berge extrem weh tun können. Ich konnte das hohe Tempo der Spitzengruppe aber halten und erreichte in 2h25m als 6. (3. in meiner Alterklasse) des Zielsprints die Ziellinie. Fazit: Gutes Tempo, sehr zufrieden, aber ich bleibe lieber bei den etwas längeren Solorennen ;-).

Rekord geschafft: Österreich Süd-Nord 13:10:39

Die Rekordfahrt liegt erfolgreich hinter mir. In 13h10m39s konnte ich Österreich vom südlichsten zum nördlichsten Grenzübergang durchqueren. 

Wie erwartet hat mir vor allem das extreme Wetter, mit durchschnittlich Temperaturen von 3°C (im Waldviertel bis -3°C), mehrmaligem Regen und Schneeregen und starkem Gegenwind zugesetzt. Dank der perfekten Betreuung und dem klaren Ziel, die tschechische Grenze in neuer Rekordzeit zu erreichen, konnte ich diese Herausforderungen aber bestehen. Dennoch war es ein ganzes Stück härter als erwartet. Jetzt braucht es noch ein wenig an Papierarbeit bis der Rekord von der UMCA anerkannt wird. Insgesamt war es ein perfekter Test für das RAAM, aus dem mein Team und ich sehr viel mitnehmen können. 

Hier die Eckdaten: 

Seebergsattel - Grametten
Gesamtzeit 13:10:39
Stehzeit (inkl. Ampeln): 00:09:24
Dizstanz: 405km
Höhenunterschied: rund 4000hm laut Garmin Edge 1000
Durchschnittsgeschwindigkeit: 30,75km/h
Durchschnittliche Leistung: 226w

Ich möchte diesen Rekord meinem Onkel Lois widmen, der ein großes sportliches Vorbild für mich war und heute Nacht verstorben ist. 

Rekordversuch – einmal quer durch Österreich

Seit gut 5h ist Sevi nun schon unterwegs auf seiner Rekordfahrt von südlichsten zum nördlichsten Punkt Österreichs. Nach dem Start am Seebergsattel führte ihn die Strecke zunächst durch Kärnten über den Obdachsattel in die Steiermark. Danach ging es über Knittelfeld und Vordernberg über den Präbichl nach Eisenerz. Nach anfänglichem Schneeregen besserte sich das Wetter ein wenig, wobei Sevi immer wieder mit lebhaftem Wind aus Nordost zu kämpfen hatte. Trotzdem konnte er durchgehend einen Schnitt von über 33 km/h und knapp 340 Watt halten.

Der Wetterbericht für Niederösterreich ist wieder etwas Positiver, vor allem im Hinblick auf den Wind. Sevi und seine Crew sind optimistisch bis Mitternacht am nördlichsten Punkt von Österreich, in Grametten, einzutreffen. Das ganze Rennen hindurch versorgen wir euch mit Fotos und News via facebook (www.facebook.com/severinzotter.at)

Rekordversuch – Österreich Süd-Nord Durchquerung - gestartet

Mit ein klein wenig Verspätung ist Sevi um 11:30 Uhr seine Rekordfahrt am Seebergsattel an der Slowenischen Grenze gestartet. Bei Temperaturen nahe dem Gefrierpunkt, strömendem Regen bzw. Schneeregen und böigem Nordwind nimmt er die ca. 400km und etwa 5500 Höhenmeter in Angriff, um den bestehenden Rekord von Herbert Meneweger zu verbessern.

Kurz vor dem Wegfahren meint Sevi auf die Frage, wie er sich fühlt, dass er etwas angespannt sei aufgrund der Wetterbedingungen und der technisch anspruchsvollen Abfahrt zu Beginn, trotzdem freue er sich schon auf die vor ihm stehende Herausforderung.

Für die Crew dient der Rekordversuch als Testlauf für das Race Across America, welches in knapp zwei Monaten in Oceanside, Kalifornien startet. Sevi wird von zwei Autos (ein Pace Car und ein Medien/Support Car) begleitet. Das ganze Rennen hindurch versorgen wir euch mit Fotos und News via Facebook (www.facebook.com/severinzotter.at).

Rekordversuch Österreich Süd-Nord, 18.4.2015

Kommenden Samstag, den 18. April, startet für mich um 11 Uhr die Saison 2015. Nicht mit einem Rennen im herkömmlichen Sinn, sondern mit einem Rekordversuch vom südlichsten zum nördlichsten Grenzübergang Österreichs. Dieser Rekordversuch ist bei der Ultra Marathon Cycling Association (UMCA) angemeldet und wird nach den selben Regeln wie das RAAM durchgeführt. In erster Linie wird es also eine perfekte Möglichkeit für mich und mein Team sein, Abläufe zu üben und für Amerika zu testen.

Nichtsdestotrotz steht der Rekordversuch im Mittelpunkt. Die Strecke wird vom südlichsten (Seebergsattel, Kärnten) zum nördlichsten (Grametten, Niederösterreich) Grenzübergang Österreichs führen. Den aktuellen Rekord hält seit 2014 der Salzburger Herbert Meneweger: 422 Kilometer mit rund 5.500 Höhenmeter in 14 Stunden und 13 Minuten, das sind knappe 30km/h Schnitt. Sofern keine groben Probleme auftreten (Wetter, Straßensperren, gesundheitliche Schwierigkeiten), bin ich zuversichtlich, diese Marke zu unterbieten.

Bis dann, Sevi

Teamtag

Letzten Samstag haben sich mein Team und ich einen ganzen Tag Zeit genommen, um uns intensiv mit den Vorbereitungen für das RAAM zu beschäftigen. Vielen Dank an meinem Vater, der uns sein Haus und die Verpflegung zur Verfügung stellte!

Am Vormittag befassten wir uns wie bei jedem herkömmlichen Team-Meeting zuerst mit organisatorischen Punkten, dieses Mal u.a. mit dem RAAM Reglement, Pausenabläufen und Betreuer-Checklisten, die Mike (der als einziger nicht anwesend, aber aus Australien per Skype zugeschaltet war) präsentierte.

Nach dem Mittagessen stand der Nachmittag dann im Zeichen des Teambuilding, moderiert von Benedikt Kaiser, einem guten Freund von mir, Sozialarbeiter und Psychotherapeuten in Ausbildung u.S.. Das RAAM erfolgreich zu beenden kann nur durch ein gut eingespieltes Team funktionieren. Je reibungsloser alles abläuft, Probleme (z.B. Autodefekte) und Krisen (z.B. durch Schlafentzug) bewältigt werden können, desto schneller und sicherer werden wir im Ziel in Annapolis ankommen. Mit Aufstellungs- und Problemlösungsaufgaben sowie genügend Raum für persönlichen Austausch, Anliegen, Erwartungen und vor allem individuelle Qualitäten die jeder von uns einbringt, bereitete Bene uns gemeinsam für dieses Unternehmen vor.  

Den Abend ließen wir dann mit einem besonderen Leckerbissen ausklingen, sowohl kulinarisch als auch im übertragenen Sinn ;-) Wir hatten zusätzlich unsere Familien (Partner & Kinder) eingeladen und David erzählte uns unterstützt von tollen Fotos von seiner eigenen RAAM-Teilnahme 2013, das er erfolgreich als "Rookie of the Year" beenden konnte.  

Trainingslager in Kroatien

Von 27. Februar bis 8. März habe ich mein erstes Trainingslager für das RAAM verbracht. Zu Gast bei Istria Bike in Porec, Kroatien hatte ich ideale Trainingsbedingungen um mich wieder so richtig ans outdoor fahren zu gewöhnen. In den 10 Tagen bin ich rund 1.500km und etwas mehr als 50 Stunden am Rad gesessen, wobei mich vor allem das Leistungsniveau sehr positiv stimmt. Ich bin meinem Trainingszustand vom Vorjahr etwa 1-1,5 Monate voraus.

Neben dem Training konnte ich mit meinen Trainingspartnern Christoph Strasser und Philipp Schwab auch ein wenig Urlaubsstimmung aufkommen lassen und bei perfekten Wetter die Vorzüge Kroatiens genießen.

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4. Teamtreffen

Mit dem mittlerweilen 4. Teamtreffen sind wir am Donnerstag organisatorisch wieder ein großes Stück weitergekommen. Mit so einem motivierten und perfekt vorbereiteten Team freue ich mich immer mehr auf meinen Start beim Race Across America im Juni.

3. Teamtreffen

Am 15. Jänner haben wir uns zum dritten Teamtreffen eingefunden. Mittlerweile ist das Team vollständig, die Flüge und das Quartier in Oceanside gebucht. Es ist also alles vorbereitet, um die Detailplanung zu beginnen.

Die genaue Teamzusammenstellung für das Pace Car und den Camper Van, organisatorische Abläufe, Medienarbeit und vor allem die Vorbereitungen möglicher medizinischer Probleme durchgesprochen und entsprechende Kleingruppen gebildet. Nicht zuletzt haben wir die Gelegenheit genutzt um auch das ganze Team fotographisch ins Szene zu setzen.

Training für's RAAM

Mit Anfang November hat für mich das neue Trainingsjahr begonnen. Es gilt nach dem gemütlichen Herbst wieder die Grundlagen aufzubauen und meine Form langsam nach oben zu schrauben. Nach einem kleinen Infekt gleich nach Trainingsstart, hat mich der Leistungstest am 3. Dezember in der Sportwissenschaftlichen Untersuchungsstelle der Sportunion wieder sehr zuversichtlich gestimmt. Überwacht durch den Sportarzt meines Vertrauens – Dr. Werner Gröschl – konnte ich mit 400W Ausbelastung mein bisher bestes Testergebnis erreichen.

1. Teamtreffen

Am Donnerstag ist das Abenteuer Race Across America 2015 für mich mit dem 1. Teamtreffen einen großen Schritt näher gekommen. Noch etwas weniger als 8 Monate bis zum Start...

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